CEVT eröffnet Büro in Trollhättan

Am Mittwoch eröffnete CEVT Chef Mats Fägerhag das neue Büro in Trollhättan. Bis 2011 war Fägerhag Entwicklungschef bei Saab, wechselte anschließend zu Volvo, um kurze Zeit später CEO von China Euro Vehicle Technology (CEVT) in Göteborgs Lindholmen zu werden.

Mats Fagerhag
Mats Fagerhag

CEVT ist wahrscheinlich die spannendste Geschichte, die China in Europa zu bieten hat. Die neue Volvo 40er Serie wird auf der neuen, modularen CMA Plattform von CEVT basieren, ausserdem eine umfassende Geely Produktfamilie. 1.700 Entwickler, davon 1.400 in Göteborg, arbeiten für Geely und Volvo. Das jährliche Budget wird auf rund 320 Millionen € geschätzt. 300 weitere Arbeitsplätze sollen im Laufe des Jahres dazu kommen, 50 davon in Trollhättan.

Trollhättan war Saab Land. Bis zum Dezember 2011, seit dem hat sich alles geändert. Die Stadt, der man lange keine Zukunft nachsagte, erlebt eine dynamische Entwicklung und ist ein Hotspot der Autoindustrie. Früher wurde nur für Saab und GM geforscht und entwickelt, heute für die ganze automobile Welt. Geely ist schon länger in Trollhättan präsent. Unternehmen auf dem ehemaligen Saab Powertrain Gelände arbeiten für die Chinesen. Wer hinter die blickdicht gemachten Absperrungen schauen darf, findet nicht erst seit diesem Jahr Fahrzeuge mit dem Geely Markenzeichen.

Die Büroeröffnung war ein lokales Ereignis, mit einigem Symbolcharakter. Fägerhag, sichtbar gut gelaunt, ein Gewinner der mehr Mitarbeiter und Entwicklungsprojekte leitet als in seiner Saab Zeit, kommt zurück an die frühere Wirkungsstätte. Aber nicht nur, denn CEVT schätzt die Kompetenz vor Ort, die kurzen Wege zu den Prüf-  und Testlabors auf dem ehemaligen Saab Gelände. Wie viele Mitarbeiter CEVT in Trollhättan anstellen wird, wird auch davon abhängen wieviel Kompetenz man sich sichern kann, so Fägerhag in den lokalen Medien.

Spannend für die lokalen Reporter ist die Frage aller Fragen nach eventuellen Geely – Volvo – CEVT Plänen für die ehemalige Saab Fabrik. Deren Eigentümer sind offen für Auftragsfertigung und würden gerne 2 Schichten vermieten. Darüber, so Fägerhag mit breiten Lächeln, möchte er momentan noch nicht spekulieren.

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