Saab 9-3 Türkei Prototypen

Der Rechte am Saab 9-3 wurden in die Türkei verkauft, doch reibungslos scheint das Geschäft nicht zu funktionieren. Details zum Deal liefert die türkische Presse, mit Auszügen aus der Vereinbarung zwischen NEVS und Tübitak. NEVS hat sich darin zur Lieferung von 4 Prototypen verpflichtet, innerhalb von 9 Wochen, seit dem Vertragsabschluss am 29. 5. 2015.

SAAB 9-3 von NEVS
SAAB 9-3 von NEVS

Bestellt von türkischer Seite wurde zwei Limousinen, ein Kombi, ein Cross Over Modell. Geliefert wurden bisher, nach der Zeitung Hürriyet, nur zwei Fahrzeuge. Eine konventionelle Limousine, ein nicht zufriedenstellend funktionierendes Elektrofahrzeug. Bemängelt wird das Management der Batterien, des Inverters, Mängel bei der Ladefähigkeit, die Instrumentierung, das Ansprechen des “Gaspedals”.

Zwei weitere Fahrzeuge, darunter das Cross-Over Modell, fehlen komplett. Schade, denn ein Cross-Over mit Saab Genen, das hätte mich schon sehr interessiert. 9 Wochen waren seit dem 29. Mai schon lange vergangen, als die ersten beiden Fahrzeuge am 21. August in der Türkei ankamen. Weder konnte NEVS pünktlich liefern, noch ist die Lieferung komplett.

NEVS - Tübitak Vereinbarung
NEVS – Tübitak Vereinbarung

40 Millionen € sei das Paket wert, schreibt Hürriyet. Bis zum 1. November soll die Lieferung nun, geht es nach NEVS Partner TÜBITAK, komplett sein. Was von den vereinbarten 40 Millionen € wirklich nach Schweden überwiesen werden wird? Bei nur einem funktionierenden Prototypen, nicht Einhaltung der Lieferzeit, und bisher fehlenden Fahrzeugen?

NEVS hat, seit dem Kauf der Saab Hinterlassenschaften im August 2012, noch kein einziges Produkt fertig entwickelt. Entwicklungsdienstleistungen zu verkaufen, unter diesen Vorzeichen, ist sehr gewagt. Eine noch mutigere Sache ist es, wenn man für ein nationales Auto Projekt einen Partner sucht, der keine Erfahrung und Referenzen hat. Die Türken haben das getan. Das könnte gründlich schief gehen.

4 Gedanken zu „Saab 9-3 Türkei Prototypen

  • 22. Oktober 2015 um 22:26
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    Warum steht auf dem Zettel denn etwas von Phoenix…. ich dachte es geht um den 9-3 auf der Epsilon Plattform ?
    Und die Rechte für den Sportcombi liegen doch bei GM oder ?

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    • 22. Oktober 2015 um 22:39
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      Ungeklärte Fragen auf die auch ich keine Antwort habe.

      Antwort
  • 22. Oktober 2015 um 23:09
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    Diejenigen die die Entwicklung NEVS schon länger verfolgen wundert diese Nachricht nicht wirklich….

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  • 23. Oktober 2015 um 9:48
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    Das die alte Technik verkauft wird, konnte ich noch begreifen, aber auch nur aus NEVS Sicht, Aus Sicht von Tübitak nicht mal ansatzweise. Die wollen erst 2020 mit einem Auto auf dem Markt, da macht Phönix mehr Sinn. Und so wird es auch sein, warum sollte sonst Phoenix draufstehen. Das ist vielleicht auch der Grund für die Verzögerung, weil noch nicht zu Ende entwickelt

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