Saab Sensonic

1995 brachte Saab die Sensonic auf den Markt. Ein Vorläufer der heutigen Doppelkupplungsgetriebe. Und eventuell hätten die Ingenieure zuvor ihre Kunden befragen sollen. Denn diese verspürten keine Lust auf die neue Sensonic. Dabei war die Idee, wie so oft bei Saab, bestechend einfach.

Saab 900. Foto Credit: Saab Automobile AB
Saab 900. Foto Credit: Saab Automobile AB

Saab Sensonic = manuelles Getriebe – Kupplung

Die Sensonic ist ein manuelles 5 Gang Getriebe, hat aber keine Kupplung. Und  so geht es: Gang einlegen, ein vom Computer gesteuerter Stellmotor übernimmt die Kupplungsarbeit. Drückt der Fahrer dabei weder das Gaspedal noch die Bremse, ertönt ein Warnsignal. Reagiert er auch nicht innerhalb von 7 Sekunden, wird der Motor abgestellt.

Stellmotor der Kupplung. Foto Credit: Saab Automobile AB
Stellmotor der Kupplung. Foto Credit: Saab Automobile AB

Theoretisch sorgt der Stellmotor für schnelleren Gangwechsel, ein Plus an Komfort, und einen Zugewinn an Sportlichkeit. Aus diesem Grund gab es die Saab Sensonic im Saab 900 ausschließlich in Verbindung mit Turbo Motoren.

Die Kundenakzeptanz war kaum messbar, die mangelnde Zuverlässigkeit der Sensonic ruinierte den Ruf in kürzester Zeit. Insider sehen bei GM die Schuld am Scheitern. Die von den Amerikanern durchgesetzten minderwertige Zulieferteile sollen hinter den Ausfällen des Systems stehen.

Saab nahm die Sensonic, auf Grund mangelnder Akzeptanz und fehlender Zuverlässigkeit, schnell wieder vom Markt. Heute ist die eigentlich geniale Idee, die ihrer Zeit weit vorweg war, komplett vom Markt verschwunden. Fahrzeuge mit Saab Sensonic wurden oft auf konventionelle Getrieb zurück gerüstet.

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