800.000 Fahrzeuge 2020 – Nachricht vom V40 Nachfolger

Volvo bewegt sich seit Jahren unbeirrt auf der Erfolgsspur. Produktionsrekord reiht sich an Produktionsrekord. Das Angebot stimmt, die schwedische Ausgabe der Auto-Motor-Sport berichtete gestern stolz über den letzten verbliebenen PKW-Hersteller im Land. Und es gibt, im letzten Absatz, endlich Nachricht vom Nachfolger des Volvo V40.

Volvo V40 CC im winterlichen Schweden. Der Nachfolger wird in China produziert
Volvo V40 CC im winterlichen Schweden. Der Nachfolger wird in China produziert. Foto: Volvo

Im Jahr 2010, Geely kaufte Volvo von Ford, bauten die Schweden 373.525 Fahrzeuge. So wie sich die Zahlen in diesem Jahr entwickelt haben, darf man mit rund 600.000 verkauften Volvos rechnen. 2019 sollen es nach aktueller Planung 750.000 werden, 2020 dann 800.000. Volvo hätte es geschafft binnen von nur 10 Jahren die Produktion mehr als zu verdoppeln.

Die Marke hat das Potential und die Produkte um ihre Ziele zu erreichen. Selbst vor dem Hintergrund erschwerter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Der XC60 verkauft sich blendend, er macht ein Drittel des Volumens aus. Der XC40 ist auf dem Weg zum Besteller – mit der Möglichkeit das größere SUV einzuholen oder gar zu überholen. Die Schweden wachsen in China gegen den Trend, das alles hat aber Nebenwirkungen.

Der S60 wird ab 2019 nicht nur in Nordamerika, sondern zusätzlich auch in China gebaut. Das war so nicht geplant, sondern ist ein Ergebnis des Streits zwischen China und den USA. Für Volvo bedeutet das im Klartext einen zweiten Produktionsstandort – und doppelte Werkzeugkosten.

Volvo V40 Nachfolger aus Luqiao?

Die Fabriken in Ghent und Schweden fahren am Limit, die Feinjustierung der Produktionsstrategie bringt Unruhe, und in der Heimat mal wieder die Frage nach der Qualität der Produkte. So ganz nebenbei ist das Werk in Ghent mit dem XC40 und dem V60 auf längere Frist voll ausgelastet, die Produktion des Lynk 01 in Belgien wurde am vergangenen Freitag abgesagt.

Die schwedische Auto Motor Sport berichtet nun im letzten Satz ihres Artikels, daß für den neuen V40 kein Platz mehr in Belgien sein wird. Der Nachfolger des aktuellen V40 könnte als Modelljahr 2020 zu den Kunden rollen. Er wird aber weder in Schweden noch in Ghent hergestellt. Die europäischen Volvo Kapazitäten sind komplett dicht, der neue V40 soll im chinesischen Werk in Luqiao gebaut werden.

6 Gedanken zu „800.000 Fahrzeuge 2020 – Nachricht vom V40 Nachfolger

  • 27. November 2018 um 11:22
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    Wie wäre es wenn man in Schweden ehemalige Werke wie Uddevalla reaktivieren könnten, oder das alte Saab Werk in Trollhättan?

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    • 27. November 2018 um 12:33
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      Die Uddevalla Fabrik existiert nicht mehr. Dort werden nun Natursteine bearbeitet, das Gelände wurde verkauft. In Trollhättan nutzt Volvo bereits die ehemaligen Saab Parkplätze für Neuwagen. Eine Produktion wäre naheliegend, und würde in Trollhättan begrüßt werden. Allerdings ruht das Werk seit 7 Jahren, die Lackiererei wurde abgeschaltet und Teile demontiert. Das Werk könnte nur mit hohen Investitionen reaktiviert werden, es ist fraglich ob Volvo das durchziehen würde.

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  • 27. November 2018 um 13:25
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    Ich bin kein Freund von “Made in China”. Ich muß aber zugeben, man merkt es nicht. Ein Freund fährt einen BMW 7er. Der ist “Made in China”, was bei einer Wartung durch Zufall durch die VIN Abfrage ans Licht kam. Seit dem sieht er seinen BMW mit anderen Augen 🙂

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  • 27. November 2018 um 14:45
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    Wie es um die Qualität made in China bestellt ist sieht man ja im Qualitätsreport aus den USA, bei dem Volvo auf dem letzten Platz durchgereicht worden ist.

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    • 27. November 2018 um 20:56
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      Ich glaube das war aber wegen XC60 aus belgischer Produktion

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      • 28. November 2018 um 12:04
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        Ich denke das waren die XC60 aus China, die mochten die Amis nicht.

        Antwort

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