Änderung der Produktionsplanung bei Volvo

Im Zuge weiter zunehmender weltwirtschaftlicher Risiken justiert Volvo die Produktionsplanung erneut. Entgegen der bisherigen Absicht wird die Produktion des Lynk 01 Plug-in-Hybrid nicht zum Jahresende im belgischen Werk starten. Die Fertigung des Lynk & Co SUV verbleibt in der Volvo Fabrik in Taizho, wie Reuters am Freitag meldete.

Produktionsplanung verändert: Volvo verlagert einen Großteil der XC60 Produktion nach Schweden
Produktionsplanung verändert: Volvo verlagert einen Großteil der XC60 Produktion nach Schweden. Foto: Volvo

Eigentlich hätten der Lynk 01 Hybrid gemeinsam XC40 Twin Engine in Ghent vom Band laufen sollen. Nun aber verschafft sich Volvo freie Kapazitäten im Stammwerk Torslanda, nach dem ein Großteil der Produktion des neuen Volvo V60 von Schweden nach China und Belgien umgezogen ist. Die so frei gewordenen Kapazitäten nutzt der Hersteller für die Produktion des XC60. Das Erfolgsmodell der Schweden wird ab Jahresende schwerpunktmäßig im Stammwerk produziert, nur ein kleiner Teil der Kapazitäten verbleibt im Werk Chengdu.

XC60 vor allem aus Schweden

Mit dem weltweiten Produktions-Monopoly reagiert Volvo auf die Verwerfungen aus dem Handelsstreit zwischen den USA und China. Ausserdem wird Volvo den neuen, sportlichen S60 im nächsten Jahr auch in China produzieren. Ursprünglich sollte die Limousine nur im neuen US Werk gebaut, und von dort weltweit exportiert werden.

Es ist schwer bei den laufenden Veränderungen den Überblick zu bewahren, die nicht unerheblichen Kosten für die Anpassung der Produktionsstrategie dürften sich in den Quartalszahlen bemerkbar machen. Nicht betroffen von den zunehmenden Unsicherheiten soll die weitere Strategie der Volvo Tochter Lynk & Co sein.

Zwar wird der Lynk 01 vorerst nicht in Ghent produziert, der Ausbau des Angebots und die weltweite Expansion sollen aber weiter zügig voran schreiten. Gegenüber Reuters hält man an der Einführung der Marke für das Jahr 2020 in den USA fest. Ein Feuerwerk neuer Fahrzeuge soll den Auftakt-Erfolg von Lynk & Co festigen. Während der Autoshow in Guangzhou kündigte die schwedisch-chinesische Marke nicht weniger als 10 neue Modelle bis zum Jahr 2020 an. In China expandiert während dessen das Händlernetz gewaltig. Zu den 185 bestehenden Outlets der Marke sind weitere 113 im Bau. 2.000 Händler sollen bereits einen Franchise Vertrag unterschrieben haben, Lynk & Co plant die Expansion in weitere 220 Städte in den Provinzen.

Ein Gedanke zu „Änderung der Produktionsplanung bei Volvo

  • 26. November 2018 um 13:14
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    So geht das, wenn man auf die chinesische karte setzt und dann ein Herr Trump kommt. Vielleicht sollte Volvo mit einem neuen Werk in der EU planen? Nur meine 2cents

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