Autoshow ohne Autos. Was macht Volvo da?

Es ist vielleicht provokant, bestimmt aber zeitgeistig, ohne ein einziges Auto auf einer Autoshow aufzutreten. Auf jeden Fall ist es medienwirksam. Volvo macht  das, auf der Automobility LA zeigen die Schweden kein einziges Auto. Stattdessen steht die Vision des Unternehmens zur Zukunft der Automobilität im Mittelpunkt des Messeauftritts.

This is not a car. Automobility LA ohne Auto bei Volvo
This is not a car. Automobility LA ohne Auto bei Volvo. Foto: Volvo

Auf einer Drehbühne präsentiert oder verhüllt unterm Seidentuch: Seit jeher sind Autos die Stars der Motorshows. Doch mit dem Wandel der Fahrzeuge und der gesamten Branche ändern sich auch die Erwartungen der Menschen an ein Fahrzeug. Dieser Wandel zeigt sich im Auftritt von Volvo auf der Automobility LA.

Volvo meint: Wie Kunden eine Automobilmarke wahrnehmen ist heute wichtiger als Chrom, Leder und Leistung. Anstelle eines Automodells werden die Messebesucher auf dem Volvo Stand in Los Angeles daher eine einfache und doch überraschende Botschaft vorfinden: ‚Dies ist kein Auto.‘

Mit der Bezeichnung Automobility LA beweisen die Veranstalter, dass sie den Wandel erkannt haben, der unsere Industrie beschäftigt“, sagt Mårten Levenstam, bei Volvo verantwortlich für Produktstrategie. „Wir haben die Botschaft verstanden und wollen eine Diskussion über die Zukunft der Automobilität in Gang bringen. Anstatt also ein Konzeptauto zu zeigen, reden wir lieber über das Konzept Auto. Wir können damit leben, dass wir dieses Jahr nicht den ‚Car of the Show“ Award gewinnen werden. Denn dies ist keine Automesse.“

Neben dem starken Statement zeigt Volvo auf dem Messestand interaktive Demonstrationen neuer Dienste und Konzepte. Dazu zählen Warenlieferungen ins Fahrzeug, privates Car Sharing, die mit dem Konzept Volvo 360c vorgestellte Vision für autonomes Fahren sowie der Abonnement-Service Care by Volvo.

Unsere Branche verändert sich. Statt einfach nur Autos zu bauen und zu verkaufen, bieten wir unseren Kunden die Freiheit, sich auf individuelle, nachhaltige und sichere Weise zu bewegen“, sagt Håkan Samuelsson, Präsident und CEO der Volvo Car Group. „Wir ermöglichen unseren Kunden Zugang zu einem Auto und attraktiven neuen Services, wo und wann immer sie wollen.“

Volvo ist von strategischen Partnerschaften überzeugt – und demonstriert, welches innovative Potenzial die Zusammenarbeit sowohl mit etablierten Tech-Unternehmen wie Amazon, Google und Nvidia als auch mit Start-ups wie Luminar und Zenuity besitzt.

Mit der neuen Unternehmensvision „Freedom to Move“ steckt Volvo die Richtung für die zukünftige Entwicklung ab: Mitte des kommenden Jahrzehnts wird die Hälfte des jährlichen Fahrzeugvolumens rein elektrisch betrieben sein, ein Drittel wird autonom fahren und Volvo wird mehr als fünf Millionen direkte Kundenbeziehungen erreichen.

2 Gedanken zu „Autoshow ohne Autos. Was macht Volvo da?

  • 22. November 2018 um 14:32
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    Na ja. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Es ist die Hardware die zählt, die Digitalisierung ist nur Beiwerk und bringt nichts wenn das Grundprodukt nicht stimmt. Das mag sich mit den Elektroautos ändern, aber das dauert noch ein paar Tage.

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  • 22. November 2018 um 15:23
    Permalink

    Bringt auf jeden Fall PR. Ist also nicht schlecht 😉

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