Elektroauto Ökobilanz – Polestar geht mit Offenheit voran

Voran gegangen war ein Diskussionsbeitrag von Polestar CEO Thomas Ingenlath in “The Telegraph”. Nordicwheels berichtete darüber. Ingenlath forderte mehr Ehrlichkeit von den Herstellern ein. Ein wirklich CO2 neutrales Auto gibt es heute noch nicht, so das Resümee des CEO. Das solle die Industrie dem Kunden aber bitte auch so ehrlich kommunizieren.

Polestar 2 - Ökobilanz offengelegt
Polestar 2 – Ökobilanz offengelegt

Heute geht Polestar einen Schritt weiter

Polestar veröffentlicht die vollständige Ökobilanz des Polestar 2 und vergleicht das vollelektrische Auto mit der Verbrenner Version des Volvo XC40. Ein Vergleich, der sinnvoll ist. Beide Fahrzeuge basieren auf der gleichen Plattform und werden in einer gemeinsamen Fabrik produziert. Dieser Umstand vereinfacht den Vergleich.

Der Polestar 2 emittiert mit Material und Batterien 24 Tonnen CO2 während der Produktion. Der Volvo XC40 Verbrenner aber nur 14 Tonnen. Essenzieller ist die Bilanz während der Nutzungsphase. Der Volvo emittiert in der Polestar-Berechnung noch weitere 41 Tonnen CO2, beim Elektroauto ist die Situation nicht so einfach.

Bessere Ökobilanz nach 50.000 Kilometern

Versorgt man den Polestar 2 mit Energie die aus Windkraft gewonnen wird, dann ist er nach 50.000 Kilometern sauberer unterwegs als der Verbrenner. Setzt man den europäischen Energiemix als Maßstab ein, dann verlängert sich die Distanz auf 78.000 Kilometer. Im weltweiten Mix muss das Elektroauto gar 112.000 Kilometer zurücklegen, bevor es den Volvo XC40 einholen kann.

“Die Autohersteller waren in der Vergangenheit gegenüber ihren Konsumenten nicht transparent genug, um über die Umweltauswirkungen ihrer Produkte aufzuklären”, kommentiert Thomas Ingenlath. “Die Bemühungen sind nicht ausreichend. Wir müssen absolut ehrlich sein, so unangenehm es sein mag.”

“Die Botschaft ist klar: Elektrofahrzeuge ebnen einen Weg zur Klimaneutralität, und wir werden die Erkenntnisse aus den Berichten nutzen, um dieses Ziel zu erreichen”, so Thomas Ingenlath weiter.

Transparenz täte der Branche gut

Klar wird, dass es C02 neutrale Mobilität noch nicht gibt. Egal, was an Werbeversprechen unterwegs ist. Es gibt aber einen Weg den CO2 Abdruck kontinuierlich zu verkleinern, den Polestar aufzeigt. Wichtig wäre jetzt mehr Ehrlichkeit und Vergleichbarkeit.

Denn jedes Unternehmen pflegt seine eigene Methode zur Erstellung der Ökobilanz. Das ist fehlende Transparenz gegenüber dem Verbraucher, der die Berechnungsgrundlagen nicht kennt. Vergleiche sind schwierig bis unmöglich. Polestar beschreitet einen anderen Weg und stellt seine Berechnungsgrundlagen zum Download zur Verfügung. Ein bisher nicht da gewesener Vorgang, der Vorbild Funktion haben könnte.

Mit Bildmaterial von Polestar

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