Northvolt sichert sich Finanzierung über 1.6 Milliarden US Dollar

Northvolt hat sich für den zukünftigen Kapitalbedarf eine weitere Finanzierung über 1.6 Milliarden US Dollar gesichert. Das Unternehmen baut in Skellefteå eine Gigafactory für Lithium-Ionen Batterie Zellen. Der Fabrikbau soll 2020 abgeschlossen werden, die jährliche Kapazität wird mit 40 GWh angegeben.

Northvolt Gigafactory

100 % erneuerbare Energien in der Produktion

Ein Konsortium internationaler Banken sichert die Finanzierung des Unternehmens. Mit den neuen Mitteln sind bisher über 3 Milliarden US Dollar in das Projekt geflossen. Auch die europäische Investitionsbank (EIB) ist mit 350 Millionen € beteiligt. Northvolt wird im Norden Schwedens mit 100 % erneuerbaren Energien produzieren. Die Produktion soll 2021 beginnen, dazu entsteht parallel in Salzgitter Northvolt 2 mit einer Kapazität von 20 GWh. Die deutsche Factory wird im Joint Venture mit VW betrieben. Allerdings wird die Inbetriebnahme nicht vor 2024 erwartet, die Genehmigungsverfahren laufen noch.

Bereits fertiggestellt sind eine Fertigung in Danzig (Polen) und die Northvolt Labs in Västerås (Schweden). Dort wurden 2019 die ersten Batteriezellen des Unternehmens produziert. Das Unternehmen wächst schnell. 700 Mitarbeiter aus 40 Ländern sind mittlerweile für den Batterieproduzenten tätig. Bei einem rapide zunehmenden Bedarf strebt Northvolt für 2030 einen Marktanteil von 25 % in Europa an und sieht sich als Alternative zu Lieferanten aus Asien. Bis dahin will man über eine jährliche Kapazität von 150 GWh verfügen.

Recyclinganteil bis 2030 bei 50 %

Neben Unabhängigkeit, dem Verbleib eines großen Teils der Wertschöpfung in Europa, und sicheren Lieferwegen spielt der Umweltgedanken Northvolt in die Karten. Der Einsatz von 100 % erneuerbarer Energie in der Herstellung ist nur ein Teil davon. Mit der Gigafactory in Skellefteå entsteht ein Recyclingzentrum für alte Batterien. Ziel ist es 50 % des Rohstoffbedarfs aus recycelten Batterien zu decken. Das soll bis 2030 der Fall sein.

Einer der wichtigsten Kunden des Unternehmens wird in Zukunft BMW sein. Der deutsche Hersteller unterzeichnete kürzlich einen Vertrag über die Lieferung von Batteriezellen im Wert von 2 Milliarden €.  Die Zellen sollen ab 2024 in der Gigafactory hergestellt werden. BMW wird bis 2023 25 elektrifizierte Modelle im Angebot haben, die Hälfte davon sind als rein elektrische Fahrzeuge geplant.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.