Saab 9-3 ade?

Die Zukunft von Saab ist nach wie vor unklar. Das Werk in Trollhättan befindet sich immer noch im Stand-by Modus, Eigentümer NEVS ist in der Rekonstruktion bis mindestens 29.11. Aktuelle Nachrichten von den Verhandlungen gibt es keine. NEVS Pressesprecher Östlund betonte immer, dass man nach dem Verkauf die Produktion erneut hochfahren werde. Daran bestehen erhebliche Zweifel.

Fertigung von SAAB 9-3 Armaturenbrettern bei Swedfoam. Bild: swedfoam
Fertigung von SAAB 9-3 Armaturenbrettern bei Swedfoam. Bild: swedfoam

NEVS beschäftigt nur noch 98 Mitarbeiter im Produktionsbereich, zu wenige um das Werk erneut anfahren zu können. In der Zwischenzeit meldet man in Schweden die erste Insolvenz im Zuge der NEVS Krise. Ausgerechnet ein Schlüssellieferant von NEVS verabschiedet sich, damit könnte die Neuproduktion des Saab 9-3 endgültig zu den Akten gelegt werden.

Swedfoam in Tidahlom produziert für den Saab 9-3 die Armaturenbretter und das Handschuhfach. Das Unternehmen ist klein, hat nur 22 Mitarbeiter, und besteht erst seit 2012. Allerdings gab es eine Menge Vorläuferfirmen an diesem Standort, und bis 2009 wurden in den Hallen die Armaturenbretter für alle Saab und Volvo gefertigt. Dann kam die Saab und Volvo Krise fast zeitgleich, Volvo hat überlebt. Saab so wie es aussieht nicht.

Mit der Krise bei NEVS brach für Swedfoam einer der beiden wichtigsten Kunden weg, zeitgleich blieben die Zahlungen aus. Mit 4 Millionen Kronen, rund 500.000 €, steht NEVS in Tidaholm in der Kreide. Wie der Auftraggeber, so suchte auch Swedfoam Zuflucht in der Rekonstruktion.

Diese wurde gewährt, dann aber Anfang November abgebrochen. Chancen an die offenen Forderungen zu kommen bestünden keine, konnte man lesen. Ein schlechtes Zeichen, auch für die Saab Fans die auf die Zukunft in Trollhättan hoffen. Swedfoam ist jetzt in der Insolvenz, wie es mit den Arbeitsplätzen weitergeht ist offen.

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