Reborn Projekt am Ende?

Ist das mit viel Optimismus gestartete Saab Reborn Projekt am Ende? Die Rechte an der Marke Saab hat NEVS verloren, die letzten Fahrzeuge wurden in diesen Tagen verkauft. Für NEVS Mitarbeiter gab es eine sportliche Schwedenlimousine zum Kompaktwagenpreis zu kaufen und etliche griffen zu.

SAAB 9-3 von NEVS
SAAB 9-3 von NEVS

Warum auch nicht? Voll mit viel Ausstattung und viel Leistung, auf Wunsch fähig zum Upgrade auf 275 PS. Ja, da war die Geschichte mit der Saab 9-3 Hirsch Edition. 275 PS, 420 Newtonmeter, nett verpackt in einer kompakten Limousine mit einem sportlich, knackigen Fahrwerk. Aber, um seriös zu bleiben, die Limousine an sich war schon ein Nischenprojekt. Die Hirsch Edition wäre so etwas wie die Nische in der Nische gewesen, wirtschaftlicher Erfolg hätte sich so nie eingestellt.

In den Zeiten als es die Saab Automobile AB noch gab, als das Unternehmen noch ein richtiger Autohersteller und nicht das Sammelbecken wild gewordener Visionäre war, damals war der Saab 9-3 der Stückzahlengarant. Allerdings als Kombi, nicht als Limousine. Schaue ich mich auf deutschen Strassen um, dann sehe ich, wenn ein 9-3 vorbeifährt so gut wie immer nur Kombis. Mit dem Saab 9-3 in der Kombiversion hätte man vielleicht den Ansatz einer Chance gehabt, und hätte in Schweden Käufer für die Produkte gefunden. Mit der Limousine war es hoffnungslos, von Anfang an.  Ein Produkt am Markt vorbei produziert, die selbst gemachte schlechte Presse gab der Geschichte den Rest.

Die Fahrzeuge sind weg, immerhin hat man sich und den Fans damit ein Schlussverkauf Drama erspart. Saab Produzent NEVS, der den Markennamen nicht mehr verwenden darf, ist bis Monatsende unter dem Schutz der Rekonstruktion. Findet sich bis dahin keine Lösung, dann kann man Verlängerung beantragen. Was immer da auch passieren mag, eines scheint aktuell sicher. Eine Neuauflage des Saab 9-3 werden wir nie mehr sehen. Irgendwie schade drum, ich mochte das Auto.

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