Schwedische Fahrzeugindustrie. Mehr Mitarbeiter in Schweden.

Erleben wir das Ende eines scheinbar nicht umkehrbaren Trends? Laut einem Bericht von SR Ekot steigt zum ersten Mal seit Jahren bei den 31 größten Technologie Unternehmen in Schweden die Zahl der Mitarbeiter stärker im eigenen Land als im Ausland. Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung bei der schwedischen Fahrzeugindustrie.

Produktionsstart Volvo V90 in Torslanda. Bild: Volvo Cars
Produktionsstart Volvo V90 in Torslanda. Bild: Volvo Cars

In Schweden stieg die Zahl der Mitarbeiter im vorigen Jahr um 2%, bei den ausländischen Niederlassungen nur um 1%. Dabei ist die Entwicklung unterschiedlich, je nach Region. In Indien wächst nach wie vor die Anzahl der Menschen, die für schwedische Unternehmen arbeiten. Ein Trend, der im Gegensatz zur Entwicklung in China steht. Dort stagniert die Anzahl der Mitarbeiter, die Tendenz geht dazu Arbeitsplätze zurück nach Europa zu holen.

Schwedische Fahrzeugindustrie als Wirtschaftsmotor

Volvo sucht aktuell 400 Ingenieure, im Moment läuft das größte Einstellungsprogramm in der Geschichte des ältesten schwedischen Autobauers. Wohnungen werden im Großraum Göteborg knapp, so das Geely für Angestellte neue Wohnungen im Freihafen bauen möchte. 900 Wohneinheiten sollen entstehen, ein Drittel davon wird für Mitarbeiter reserviert sein die nur auf Zeit in Schweden sind. Es wird spekuliert, dass Geely sein europäisches Hauptquartier in Göteborg errichten könnte.

Erstaunlich, denn obwohl die schwedische Fahrzeugindustrie zu großen Teilen im Besitz ausländischer Investoren aus Deutschland und China ist, entstehen in erster Linie in der Region Göteborg viele neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Die Akteure sind alle Investments aus China, wie CEVT, Volvo und NEVS. Dass erstmals seit 2006 im Jahr 2015 weniger Arbeitsplätze ins Ausland verlagert wurden, hat auch mit den steigenden Lohnkosten in China zu tun. Im Gegensatz zu Indien ist dort der Kostenvorteil fast aufgezehrt.

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