South Carolina – Volvo legt Expansionspläne auf Eis

Große Pläne werden in South Carolina zumindest vorerst auf Eis gelegt. Die erste Volvo Fabrik in den USA schaltet einen Gang runter, die Expansionspläne werden im Moment nicht umgesetzt. Das teilte CEO Håkan Samuelsson in einem Interview mit USA Today mit. Das US Werk hatte erst vor wenigen Monaten die Produktion des neuen S60 aufgenommen.

Volvo Werk South Carolina - Expansion auf Eis gelegt
Volvo Werk South Carolina – Expansion auf Eis gelegt. Foto: Volvo

Expansionspläne abgesagt – vorerst

Bis zum Jahresende sollten in South Carolina 1.500 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste des schwedischen Herstellers stehen. Im Zuge der Expansion sollten es in einigen Jahren  dann 4.000 sein, diese Pläne liegen laut Samuelsson vorerst auf Eis. Konkrete Zahlen nannte der Volvo CEO gegenüber USA Today allerdings nicht.

Im Werk in Charleston sollte die neue S60 Limousine für den weltweiten Export hergestellt werden. Als export-orientierter Investor ist Volvo auf einen freien Welthandel angewiesen. Die Pläne sind im Zuge des Handelsstreits zwischen den USA und China zur Makulatur geworden. Die neuen Zölle von bis zu 40% haben den Export von Fahrzeugen von Nordamerika nach China faktisch zum erliegen gebracht. Vor einigen Tagen gab Volvo eine weitere Anpassung der globalen Produktionsstrategie bekannt, der S60 wird ab dem kommenden Jahr auch in China hergestellt werden.

Als weiteres Modell plante Volvo den Nachfolger des XC90 in Charleston fertigen – und ebenfalls nach China zu exportieren. Die zweite Produktionslinie sollte 2021 in Betrieb gehen. Augenscheinlich steht nun auch diese Entscheidung zur Disposition, wenn sich an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zwischenzeitlich nichts ändert.

Volvo setzt sich verstärkt für den freien Welthandel ein und wirbt in den USA offensiv für die Streichung sämtlicher Zölle auf Autos weltweit. Die Politik der Trump Administration könne ernste Konsequenzen haben, warnt der schwedische Konzern. Zusätzliche Zölle könnten zu einbrechenden Exporten, einem geringeren Produktionsvolumen, und letztendlich zu teureren Produkten führen.

Die letzten Nachrichten aus den USA geben Volvo recht. GM streicht 15.000 Stellen in Nordamerika und schließt Werke. Ford leidet ebenfalls unter der Entwicklung, belässt es aber vorerst bei der Streichung von Schichten in einigen Fabriken.

Ein Gedanke zu „South Carolina – Volvo legt Expansionspläne auf Eis

  • 1. Dezember 2018 um 18:27
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    Mal ganz einfach und klar gesagt, wenn ich einen Volvo kaufe will ich zu 100 % einen aus Schweden. Mit Bauchweh einen aus Gent und dann ist schluss.
    Wenn man sieht wie die Qualität der China-Volvo sein muss, kann einem nur schlecht werden. Ausserdem ist es absolut nicht egal an welchem Ort ein Fzg. gebaut wird.
    Alle deutschen Hersteller hatten und haben massive Probleme mit den USA Fahrzeugen…..

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