Strafzölle: Volvo beantragt Ausnahme

Volvo Cars hat in Nordamerika eine Ausnahmeregelung für Strafzölle auf Fahrzeuge aus chinesischer Produktion beantragt. Es handelt sich dabei um den XC60, der im August 31% der Neuzulassungen der Marke auf dem US-Markt ausmachte. Die Trump-Administration hatte kürzlich Strafzölle in Höhe von 25% auf Fahrzeuge aus chinesischer Produktion verhängt.

Der erste neue XC60 im Werk Torslanda. Bild: Volvo Cars

Volvo Cars bestätigte das Vorgehen am vergangenen Freitag gegenüber der Automotive News. Der aktuelle XC60 wurde ursprünglich nur im Stammwerk Torslanda gebaut, die chinesische Fertigung kam erst später hinzu. Von Januar 2018 bis Anfang März wurde der US-Markt mit Fahrzeugen sowohl aus europäischer, als auch chinesischer Produktion bedient. Seit März 2018 stammen alle XC60 mit US-Spezifikation aus China.

Im Juli verlagerte Volvo Cars als direkte Reaktion auf drohende Strafzölle bereits einen Teil der XC60 Produktion aus China zurück nach Europa. Scheinbar ist diese Maßnahme nicht ausreichend um die Nachfrage nach dem XC60 in Nordamerika zu decken. In einem Brief an die US Handelsbehörde am 16. August beantragte der Hersteller, wie jetzt erst bekannt wurde, eine Ausnahmeregelung. Zuvor hatte bereits GM um eine entsprechende Regelung für das nur in China hergestellte SUV Buick Envision nachgesucht.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.