Türkischer Tesla Killer mit Saab Genen?

Um das Saab Thema ist es ruhiger geworden, ganz abgeschlossen ist das Drama aber nicht. Die neuen Besitzer des früheren Saab Werks entwickeln mit dem staatlichen türkischen Technologiezentrum TÜBITAK ein nationales Autoprojekt. Als Grundlage bedient man sich bekannter Saab Gene.

Tubitak Elektroauto auf Saab Basis
Tubitak Elektroauto auf Saab Basis

Die Basis des Vorhabens kommt aus Schweden. NEVS verkaufte im Herbst 2015 die Phoenix 1.0 Plattform plus Entwicklungsdienstleistungen an TÜBITAK. Der Saabblog berichtete davon, bei der Plattform soll es sich um die Basis des Saab 9-3 aus dem Jahr 2014 handeln. Die Plattform wurde laut Blog für Elektroautos modifiziert, unterscheidet sich aber gründlich von der flexiblen 3.xx Version die aktuell in Entwicklung ist.

Die Hürriyet zeigte ein erstes Bild des Projekts, Saab Fahrern dürften einige Details wie Felgen und Sitze bekannt erscheinen. Die Türkei hat sich dabei die Ziele hoch gesteckt. Das türkische Auto auf Saab Basis will besser als ein vergleichbares Produkt von Tesla sein. Erklärtes Ziel ist damit das Modell 3, und die Türken gehen dabei andere Wege als die Amerikaner.

Das Elektroauto mit noch nicht bekannten Namen, es wird sicher nicht das Saab Markenzeichen tragen, hat einen 2Zylinder Range Extender mit 1 Liter Volumen an Bord. Der Motor soll in der Türkei gebaut werden, ebenso die Zellen, Batteriepacks, Elektromotoren, Steuersysteme, Software, Assistenzsysteme. Saab Fans werden jetzt sicher aufatmen, das nationale Auto der Türken scheint weitgehend auf türkische Hersteller zu setzen. Bei der Sicherheit der Softwaresysteme, das Elektroauto soll Funktionen wie ein Tesla bieten, setzt man auf die Erfahrung des Militärs um die Attacken durch Schadsoftware auszuschließen. Einschränkungen in der Vernetzung gibt es keine, autonomes Fahren steht ebenso im Lastenheft.

Das Design des Elektroautos aus der Türkei wird neu entworfen und soll bis Ende 2017 fertig gestellt sein. Interessant, denn neben internationalen Designern und der bekannten Firma aus Schweden sollen auch die türkischen Designer Ugur Ipek und Ugur Sahin beteiligt sein. Deren Entwürfe stehen für Spannung und hochkarätige Ideen, was nicht unbedingt der Vorstellung von einem nationalen Volksauto entsprechen muss.

Für die Produktion sucht TÜBITAK noch den richtigen Partner. Das fertige Produkt soll mit einem Partner als Lizenz in der Türkei gebaut werden. Als Kandidaten sind mehrere Firmen im Gespräch, angeblich soll auch das alte Saab Werk in Trollhättan als Produktionsort für die erste Serie bis zum Anlauf der Produktion in der Türkei in Frage kommen. Bestätigt wurde bisher nur ein Name, der wenig mit Schweden und Saab Genen zu tun hat. Fiat soll sehr interessiert an der Fertigung des türkischen Elektroautos mit Saab Genen sein.

Ein Gedanke zu „Türkischer Tesla Killer mit Saab Genen?

  • 12. Mai 2016 um 9:31
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    Ganz schön gruselig diese Fledderei von NEVS. Saab Automobile R.i.P.

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