Volvo Börsengang rückt näher

Geht es nach den Informationen von Dagens Industri, dann rückt der Börsengang von Volvo Cars immer näher. Angeblich läuft die Volvo-Roadshow bei Fonds und institutionellen Anlegern bereits auf Hochtouren, hochrangige Vertreter von Eigentümer Geely sollen bei den Präsentationen dabei sein. Jetzt scheint auch klar was Geely mit dem Börsengang bezweckt.

Håkan Samuelsson und sein Volvo 1800 S von 1967
Håkan Samuelsson und sein Volvo 1800 S von 1967. Bild: Volvo Cars

Volvo benötigt 4 Milliarden

Eigentümer Geely plant mit Volvo auf längere Frist. Der Börsengang soll mit der Ausgabe von neuen Aktien 40 Milliarden Schwedenkronen (ca. 4 Millionen €) in die Kassen spülen. Dieses frische Kapital soll nach einer Quelle von DI für zukünftige Investitionen wie autonomes Fahren, Batterie-Entwicklung, Elektroautos und IT Infrastruktur bereit gestellt werden. Ausserdem würde einem börsennotierten Unternehmen der Zugang zum Kapitalmarkt vereinfacht, sollte zukünftiger Kapitalbedarf entstehen.

Unsicherheit Håkan Samuelsson

Eine vielleicht entscheidende Unsicherheit macht DI bei den aktuellen Börsenplänen aus. Der Erfolg von Volvo, die Neuausrichtung der Marke und deren Internationalisierung sind eng mit dem Namen Håkan Samuelsson verbunden. Der Volvo Chef wird im kommenden Jahr 68 Jahre alt. Sein Vertrag läuft 2020 aus, ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht. Im Jahr 2017 gab es ein Interview mit der Financial Times, das die Möglichkeit nahe legt, dass Samuelsson auch nach 2020 Volvo weiter führen könnte. Bleibt Samuelsson und sichert so die Kontinuität der Marke? Fonds und institutionelle Anleger werden eine Antwort auf diese dringliche Frage haben wollen.

Gesichert scheint, daß Volvo an der Stockholmer Börse notiert werden wird. Manche Medien sehen in Volvo Cars Anteilen schon eine neue, schwedische Volksaktie.

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