Volvo Cars kündigt Vertrag mit Bilia

Am schwedischen Automarkt lässt sich die zukünftige Entwicklung ablesen. Im September lieferten sich Volvo Cars und Bilia einen Kampf um Upplands Motors. Als Sieger ging der Hersteller vom Platz. Dieser will in Schweden vermehrt Autohäuser in eigener Regie betreiben. Und in spätestens 5 Jahren die Hälfte aller Verkäufe direkt über das Web abwickeln.

Volvo und Bilia - Verträge gekündigt
Volvo und Bilia – Verträge gekündigt

Brisant dabei: Bilia ist der größte Volvo Händler in Schweden. 30 % aller Volvo Neuwagen auf dem Heimatmarkt werden von einem Bilia Autohaus ausgeliefert. Aber nicht mehr für lange. Am 19. November erhielt Bilia die Kündigung der Verträge für Schweden und Finnland.

Die Kündigungsfrist beträgt 2 Jahre, wenn die Parteien die Zusammenarbeit nicht zuvor beenden. Aktuell verhandelt die Bilia Gruppe mit dem Hersteller über die zukünftige Kooperation. Das Servicegeschäft und die Unfallreparatur möchte man weiter betreiben. Ebenso den Vertrieb von Gebrauchtwagen. Der Händler ist optimistisch einen Vertrag zu erhalten.

Die Entwicklung ist symptomatisch für den Wandel der Branche, der durch die Corona-Pandemie weiter beschleunigt wurde. Alles strebt in das Web, Verkäufe sollen zukünftig digital und einfach erfolgen. Der Händler wird maximal zum Vermittler und erhält für seine Dienstleistung eine Provision. Das muss nicht schlecht sein, im Gegenteil. Die Volvo Tochter Polestar hält es so, die Entgelte stellen bis jetzt die Partner zufrieden.

Mit Bildmaterial von Bilia

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