Volvo fährt die Kapazitäten hoch aber Unsicherheit bleibt

Die Vermutung, dass Volvo besser durch die Krise segelt als andere Anbieter, bewahrheitet sich weiterhin. In Schweden fährt der Hersteller die Kapazitäten hoch. Aber Unsicherheiten bleiben nach wie vor. Der Ausblick auf den Rest des Jahres und auf den Winter gestaltet sich schwierig. Besonders dann, falls ein erneuter Lockdown ansteht.

Volvo fährt die Kapazitäten hoch - Produktion in Torslanda
Volvo fährt die Kapazitäten hoch – Produktion in Torslanda

Das Volvo Stammwerk fährt im Herbst wieder Vollast. Nach der Drosselung der Kapazitäten im Frühjahr wurde die Taktrate wieder angehoben. Pro Stunde verlassen nun 58 Fahrzeuge die Fabrik auf Hisingen. Das ist das Niveau der Produktion vor der Krise und das Ergebnis eines anziehenden Marktes. Volvo Cars steht mit der positiven Entwicklung in der Region Göteborg nicht alleine da. Auch die AB Volvo, Produzent von Lastkraftwagen, kann eine steigende Nachfrage melden.

Die Produktion nach der Sommerpause zieht bei beiden Konzernen an, eine Prognose für die Zukunft traut sich aber keines der Unternehmen zu.

Die Unsicherheit bleibt

Das spüren auch die Lieferanten, die einen erneuten Einbruch der Aufträge im Herbst oder Winter fürchten. Besonders aber nagt die Unsicherheit an den Mitarbeitern in Schweden. Unklar ist, wie viele der bereits ausgesprochenen Kündigungen wirklich umgesetzt werden. Volvo Cars hatte 1.300 Mitarbeitern den blauen Brief zugestellt, AB Volvo wollte in seinen schwedischen Werken 1.250 Arbeitsplätze abbauen. Volvo Cars hatte die Entlassungen vor den Sommerferien ausgesetzt.

Im Moment laufen Verhandlungen mit den Gewerkschaften und der Arbeitgeberseite. Die Gespräche werden im September abgeschlossen sein, meldet. Göteborgs Posten. Erst dann wird man sehen, wie viele Mitarbeiter bei Volvo tatsächlich gehen müssen.

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