Volvo XC90 Sicherheitssysteme

Schon im Gründungsjahr 1927 legten die Volvo Väter Assar Gabrielsson und Gustaf Larson den Kernwert der schwedischen Marke fest: „Autos werden von Menschen gefahren. Deshalb ist und bleibt die Sicherheit das grundlegende Prinzip für alles, was wir bei Volvo tun.“ Seitdem hat Volvo immer wieder bahnbrechende Sicherheitstechniken eingeführt – eine Tradition, die mit dem neuen Volvo XC90, dem wohl sichersten Volvo aller Zeiten, gekrönt wird.

Volvo XC90 Crashtest. Bild: Volvo Cars
Volvo XC90 Crashtest. Bild: Volvo Cars

Es ist das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Sicherheitssystemen und -funktionen, das den Ausschlag für das Sicherheitsniveau eines Autos gibt. In einem Volvo ist Sicherheit immer das Ergebnis einer kompletten integrierten Lösung. Dieser ganzheitliche Ansatz war von Beginn an eine tragende Säule der Volvo Sicherheitsphilosophie und ist es bis heute.

„Der neue Volvo XC90 wurde mit Blick auf Fahrer und Beifahrer sowie auf typische und häufige Verkehrs- und Unfallszenarien entwickelt“, erläutert Prof. Lotta Jakobsson, Senior Technical Specialist Safety beim Volvo Cars Safety Centre. „Das neue Modell bringt uns unserer Vision noch näher, dass ab dem Jahr 2020 niemand mehr in einem neuen Volvo bei einem Unfall getötet oder schwer verletzt werden soll. Unser Ausgangspunkt für die Entwicklung von Sicherheitssystemen ist dabei der gleiche wie vor 87 Jahren: Es sind die alltäglichen Verkehrssituationen. Wir werten Daten aus. Wir berechnen Zahlen. Wir entwickeln Innovationen. Das Ergebnis ist eines der sichersten Fahrzeuge, das wir je gebaut haben.“

Die Methodik der Volvo Unfallforschung und -analyse konzentriert sich auf den gesamten, in fünf Phasen unterteilten Ablauf vom normalen Fahren bis zur Phase nach dem Unfall.

Phase 1: Normales Fahren

In der ersten Phase wird die Basis für sicheres und komfortables Fahren gelegt. Gute Übersicht, hoher Komfort, wirksame Bremsen, eine präzise Lenkung sowie Fahrwerk und Motor tragen zu einer angenehmen Fahrt bei. Auch die Gestaltung des Innenraums für Fahrer und Passagiere ist ein wichtiger Faktor, der Wohlbefinden und Aufmerksamkeit beeinflusst. Die Volvo Unfallforschung hat eine Reihe neuer Sicherheitstechniken, Assistenzsysteme und ein intuitives Bediensystem entwickelt, das dem Fahrer dabei hilft, sich auf das Verkehrsgeschehen zu konzentrieren.

  • Abbiegelicht: Leuchtet bei Geschwindigkeiten unter 40 km/h den seitlichen Bereich direkt vor dem Fahrzeug aus, wenn das Lenkrad um mehr als 30 Grad eingeschlagen oder der Blinker betätigt wird.

  • Abstandswarner: Komfortfunktion, die dem Fahrer dabei hilft, den passenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten, auch wenn das aktive Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem nicht aktiviert ist.

  • Blind Spot Information System (BLIS): Erfasst Fahrzeuge im toten Winkel der Außenspiegel und warnt auch vor Fahrzeugen, die sich schnell von hinten nähern.

  • Cross Traffic Alert: Warnt den Fahrer beim Rückwärtsfahren und Ausparken vor kreuzendem Verkehr.

  • Driver Alert System: Warnt müde und unaufmerksame Fahrer. Erkennt unregelmäßiges oder unkontrolliertes Fahrverhalten und empfiehlt dem Fahrer eine Pause und führt ihn auf Wunsch jetzt auch direkt zum nächsten Rastplatz.

  • Einpark-Assistent: Parkt den Volvo XC90 selbstständig sowohl in Parkbuchten als auch in Parklücken. Das System übernimmt dazu die Kontrolle über das Lenkrad, während der Fahrer Schaltung und Gaspedal bedient.

  • Einparkhilfe: Unterstützt den Fahrer beim Einparken durch optische und akustische Hinweise.

  • Fernlicht-Assistent mit Voll-LED-Scheinwerfern: Erlaubt das permanente Fahren mit eingeschaltetem Fernlicht. Bei entgegenkommenden Fahrzeugen wird ein Teil der Scheinwerfer abgedeckt, um eine Blendung des Gegenverkehrs zu vermeiden.

  • Fernlicht-Assistent mit Halogen-Scheinwerfern: Unterstützt den Fahrer bei einem effizienteren Einsatz des Fernlichts. Automatischer Wechsel zwischen Abblend- und Fernlicht.

  • Kurvenlicht: Die Scheinwerfer leuchten gemäß dem Lenkeinschlag in Kurven und vergrößern so das Sichtfeld des Fahrers.

  • Parkkamera mit 360 Grad Surround View: Bietet einen Blick aus der Vogelperspektive auf das Fahrzeug und auf die direkte Umgebung. Zudem kann sich der Fahrer die Fahrzeugumgebung aus weiteren Blickwinkeln anzeigen lassen – von vorn, von hinten und von der Seite.

  • Reifendruck-Kontrollsystem: Sensoren und Sender in jedem Reifenventil überwachen und übermitteln kontinuierlich den Luftdruck

  • Rückfahrkamera: Zeigt den Bereich hinter dem Fahrzeug und den beabsichtigten Fahrweg an

  • Spurhalte-Assistent: Hilft dem Fahrer bei drohendem Verlassen der Fahrspur mit zusätzlicher Lenkunterstützung dabei, in der richtigen Spur zu bleiben.

  • Spurverlassenswarner: Warnt den Fahrer akustisch, wenn das Fahrzeug ohne ersichtlichen Grund – etwa bei fehlender Blinkerbetätigung – die Fahrbahnmarkierungen überfährt.

  • Stau-Assistent: Erlaubt halbautomatisches Fahren im Stop-and-Go-Verkehr, sorgt mit Abstands- und Geschwindigkeitsregelung sowie zusätzlicher Lenkunterstützung für mehr Sicherheit und Komfort.

  • Verkehrszeichen-Erkennung: Zeigt Verkehrszeichen im Instrumenten-Display an. Kann mit einer Geschwindigkeitswarnung kombiniert werden, die den Fahrer bei Überschreiten des vorgegebenen Tempos optisch warnt.

Phase 2: Konflikt

Eine kritische Situation entsteht, womöglich droht das Fahrzeug ins Schleudern zu geraten. In diesen und anderen gefährlichen Situationen springen die präventiven Sicherheitsfunktionen des Volvo XC90 ein, um das Fahrzeug zu stabilisieren oder den Fahrer zu warnen:

  • Anhänger-Stabilisierungskontrolle: Wirkt gefährlichen Schlingerbewegungen beim Gespannfahren entgegen. Bremst im Bedarfsfall eines oder mehrere Räder kontrolliert ab und reduziert das Motordrehmoment, um das Gespann zu stabilisieren.

  • Elektronische Fahrdynamikregelung ESC: Droht das Fahrzeug ins Schleudern zu geraten, wird es durch Eingriffe in die Motorsteuerung und präzises Abbremsen einzelner Räder stabilisiert.

  • Heckkollisionswarnung: Rückwärts gerichtetes Radar erkennt das Risiko eines bevorstehenden Heckaufpralls und warnt den Fahrer des nachfolgenden Fahrzeugs mit schnell blinkendem Warnblinklicht.

  • Kollisionswarnung: Warnt den Fahrer mit einem roten Warnlicht in der Frontscheibe und einem Summton vor einer drohenden Kollision. Dies veranlasst den Fahrer zu einer Reaktion und sorgt in der Regel dafür, dass ein Aufprall verhindert wird. Diese Funktion ist Teil des City Safety Pakets, das in Phase 3 ausführlich beschrieben wird.

  • Notbremssignal: Bei hartem Druck auf das Bremspedal fängt die dritte Bremsleuchte schnell an zu blinken. Nach kurzer Zeit geht das Blinken in ein permanentes Leuchten über. Wenn das Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist, wird das Warnblinklicht eingeschaltet.

  • Roll Stability Control: Aktive Stabilitätskontrolle, die das Risiko eines Überschlags erkennt und durch Eingriffe in die Motorsteuerung und präzises Abbremsen einzelner Räder minimiert.

Phase 3: Vermeiden/Verringern

Der Unfall steht kurz bevor. Wenn das Auto sich zu schnell dem vorausfahrenden Fahrzeug nähert oder ein Fußgänger oder Radfahrer unvermittelt in den Fahrweg gerät, kommt es auf eine schnelle Bremsung an. Falls der Fahrer den Unfall nicht mehr selbst verhindern kann, springen die präventiven Sicherheitsfunktionen von Volvo ein. Es muss jedoch betont werden, dass neue präventive Sicherheitstechniken den Fahrer nicht von seiner Verantwortung entbinden, sicher zu fahren.

  • City Safety: Oberbegriff für alle automatischen Notbremsfunktionen von Volvo. Erkennt andere Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger vor dem Fahrzeug, bei Tag und bei Nacht, warnt den Fahrer und/oder leitet automatisch eine Bremsung ein. Jüngste Weltneuheit im neuen Volvo XC90 ist ein Kreuzungs-Bremsassistent, der Unfälle beim Abbiegen in Kreuzungsbereichen verhindert.

  • Heckkollisionswarnung: Nach hinten gerichtetes Radar erkennt das Risiko eines bevorstehenden Heckaufpralls; die Sicherheitsgurte werden gestrafft, um eine optimale Sitzposition der Insassen zu gewährleisten. Bei stillstehendem Fahrzeug werden die Bremsen aktiviert, um die Auswirkungen eines Heckaufpralls auf die Passagiere zu verringern.

  • Sicherheitsbrems-Assistent: Reagiert der Fahrer auf eine Warnung und betätigt das Bremspedal, stellt das System automatisch mehr Bremskraft zur Verfügung.

Phase 4: Unfall

Lässt sich die Kollision nicht mehr verhindern, kommt es darauf an, die Passagiere bestmöglich zu schützen und das Verletzungsrisiko zu verringern. Volvo Fahrzeuge sind auf herausragenden Kollisionsschutz für die Insassen ausgelegt. Fortschrittliche Sicherheitsgurte, Gurtstraffer, Airbags inklusive Vorhang-Airbags sowie ein starker Sicherheitskäfig mit einem hohen Anteil warmgeformten Borstahls schützen die Passagiere und machen jeden Volvo zu einem der sichersten Fahrzeuge überhaupt.

  • Verringerung der Aufprallgeschwindigkeit: Bei einer unvermeidlichen Kollision verringert die Notbremsfunktion die Aufprallgeschwindigkeit.

  • Sicherheitskäfig: Die Karosseriestruktur besteht aus einer Mischung verschiedener Stahlsorten. Der Anteil warmgeformten Borstahls – des härtesten Stahls, der aktuell in der Automobilindustrie verwendet wird – wurde auf rund 40 Prozent des Karosseriegewichts erhöht.

  • Deformationszonen: Der Sicherheitskäfig ist umgeben von speziellen Deformationszonen für eine kontrollierte Verformung und ein hohes Maß an Energieaufnahme.

  • Unterer Querträger im Rahmen der vorderen Radaufhängung ist auf Höhe der Knautschzone kleinerer Fahrzeuge positioniert und schützt diese bei einem Zusammenstoß.

  • Energieabsorbierende Front: Fortschrittliche Deformationszonen für eine kontrollierte Verformung und ein hohes Maß an Energieaufnahme.

  • Drei-Punkt-Sicherheitsgurte: 1959 erfand Volvo Ingenieur Nils Bohlin den Drei-Punkt-Sicherheitsgurt. Heute ist der Gurt in allen Automodellen aller Hersteller auf der ganzen Welt zu finden. In jedem Auto steckt also ein kleines bisschen von Volvo.

  • Gurtstraffer: Bei einem Unfall werden pyrotechnische Gurtstraffer an allen sieben Sitzen ausgelöst, um die Bewegungen der Passagiere in ihren Sitzen auf ein Minimum zu reduzieren und maximalen Schutz gewährleisten zu können.

  • Airbags: Volvo hat kontinuierlich daran gearbeitet, den Insassenschutz bei Front- und Seitenaufprällen zu verbessern. Volvo war zum Beispiel der erste Hersteller der Welt, der einen Seitenairbag und aufblasbare Vorhang-Airbags eingeführt hat. Zusätzlichen Schutz für die Beine bietet bei einem Frontalaufprall ein Knie-Airbag in Verbindung mit den Front-Airbags für Fahrer und Beifahrer.

  • Seitenaufprall-Schutzsystem: Eine ausgewogene Kombination aus verschiedenen hochfesten Stählen in Verbindung mit Seiten- und Vorhang-Airbags bietet größtmöglichen Schutz bei einem Seitenaufprall

  • Safe Positioning: Eine Weltneuheit im neuen Volvo XC90. Kommt das Fahrzeug von der Straße ab, werden die vorderen Sicherheitsgurte elektrisch gestrafft, um die Passagiere in der optimalen Position zu halten. Zur Vermeidung von Wirbelsäulenverletzungen fängt ein bruchfähiges, energieabsorbierendes Material zwischen Sitz und Sitzrahmen die vertikalen Kräfte ab, die bei einer harten Landung des Fahrzeugs abseits der Fahrbahn entstehen können.

  • Schleudertrauma-Schutzsystem der zweiten Generation: Absorbiert bei einem Heckaufprall die auf den Körper einwirkende Bewegungsenergie. Die Rückenlehnen der Vordersitze geben dazu leicht nach und fangen Kopf und Oberkörper sanft auf.

  • Wegklappendes Bremspedal: Zur Vermeidung von Beinverletzungen klappt das Bremspedal bei einem Frontalaufprall dank einer pyrotechnischen Vorrichtung nach unten.

  • Verbundglas: Zwei Glasplatten mit einer laminierten Kunststoffschicht dazwischen. Eine Volvo Erfindung aus dem Jahr 1944. Der Volvo XC90 ist auch mit Verbundglas in den Seitenscheiben und im Panorama-Glasdach erhältlich.

  • Integriertes Kindersitzkissen: für ältere Kinder, im mittleren Sitz der zweiten Reihe. Eine weitere Volvo Weltneuheit, die erstmals 1990 zum Einsatz kam.

  • ISOFIX: Volvo hat das internationale Projekt zur Entwicklung des ISOFIX Standards maßgeblich vorangetrieben – ein System für die einfache und sichere Befestigung von Kindersitzen. Der Volvo XC90 verfügt serienmäßig über zwei ISOFIX-Vorrichtungen. In Europa sind sie gemäß dem neuen Standard „i-size“ zertifiziert.

Phase 5: Nach dem Unfall

Volvo arbeitet mit Notfalldiensten zusammen, um einen optimalen Rettungseinsatz zu ermöglichen.

  • Volvo on Call: Notrufsystem, das bei bestimmten Unfällen automatisch eine rund um die Uhr besetzte Einsatzzentrale alarmiert. Der dortige Mitarbeiter sieht den exakten Standort des Fahrzeugs und kann sofort Hilfe schicken. Der Fahrer kann den Service in einem Notfall auch manuell per Druck auf die SOS-Taste aktivieren.

  • Post Impact Braking / Kollisionsbremse: Nach einem Unfall, bei dem die passiven Rückhaltesysteme ausgelöst wurden, wird das Fahrzeug bis zum Stillstand abgebremst, um Folgeunfälle zu verhindern.

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