Volvo XC90 – ein erster Eindruck

Volvo und SUV, das war wie der Turbo-Effekt vor vielen Jahren. Erst ist lange, fast schon zu lange, nichts passiert, dann kam er gewaltig, der XC90. Nach ein paar Jahren gab es einen kleineren Ableger, und jetzt warten die Fans darauf, dass die zweite Generation des XC90 ab Juni ausgeliefert wird. Dabei ist eine gewisse Ungeduld zu verzeichnen, denn obwohl kaum jemand der Käufer bislang in dem Auto gesessen hat, liegen schon rund 2000 Bestellungen vor.

Erster Eindruck: Der neue Volvo XC90
Erster Eindruck: Der neue Volvo XC90

In Essen konnte ich mir jetzt auf der Techno-Classica einen ersten Eindruck verschaffen, denn dort stand ein XC90 D5, wie ihn sich der eingefleischte Volvo-Fan wünscht, nämlich mit einem Volvo 780 Bertone auf einem Anhänger im Schlepp. Auf den Klassiker komme ich noch zurück, jetzt geht es erst einmal um das Dickschiff. Das im Umfeld der Youngtimer aus den 70er und 80e Jahren auf dem Volvo-Stand natürlich besonders mächtig wirkt.

Schon die Abmessungen 4,95 m Länge und 2,14 m Breite verraten, dass die artgerechte Haltung eigentlich nicht in unseren verstopften Großstädten stattfinden kann. Da die Stauplage aber vermutlich so schnell nicht verschwinden wird, könnte eine angenehme Umgebung über die widrigen äußeren Bedingungen hinwegtrösten. In diesem Punkt erfüllt der große Schwede alle Erwartungen.

Tür auf, Fototasche auf den Beifahrersitz, Tür zu und der Messetrubel ist ganz weit weg. Drinnen ist es angenehm hell. Das liegt am riesigen Glasschiebedach und der hellen Innenausstattung. Sozusagen schwedisches Raumgefühl. Dazu kommt eine gestalterische Schlichtheit, die ich an Skandinavien schätze. Sie fällt dadurch so angenehm auf, weil ihr einiges fehlt, nämlich Nippes in jedweder Form und dieser peinliche Versuch, durch verspielte, aber überflüssige Details geradezu marktschreierisch Aufmerksamkeit zu erheischen. Aufmerksamkeit erregt der Touchsreen, vor allem, wenn er ausgeschaltet ist, sprich nur der dunkle Hintergrund sichtbar ist. Jeder Kriminalist wird an ihm seine helle Freude haben, so gut sind überall die Fingerabdrücke sichtbar. Dass das Gerät gut funktioniert und sinnvoll programmiert ist, ist ein anderes Thema…

Die erste Reihe des Volvo XC90 gefällt mir also, ich könnte also schwach werden und die Marke wechseln. Aber wie sieht es denn weiter hinten aus? Schließlich sind wir öfter mal mit ein paar Leuten zu irgendwelchen Fotoaktionen unterwegs. Nun, auch hier sitze ich bequem und steige vermutlich auch nach einer längeren Fahrt entspannt aus.

Zum Fahrverhalten und allem was dazugehört kann ich naturgemäß nichts sagen, da lege ich vielleicht später mal nach. Doch der erste Eindruck ist schon mal überzeugend gewesen. Ein komfortables, offensichtlich gut verarbeitetes Auto, das, so lässt es sich vermuten, ein hohes Maß an Sicherheit bietet.
Der Volvo XC90 wird zunächst mit drei Motoralternativen angeboten, allesamt Vierzylinder mit 2 Litern Hubraum. Am besten dürfte sich bei uns der Diesel D5 verkaufen, der mit 225 PS am schwächsten (na ja) motorisiert und mit einem Grundpreis von 53.400 Euro am günstigsten (wieder na ja) ist. Sein Anteil an den Vorbestellungen liegt laut Volvo Deutschland bei 85 %.

Danach kommt der Benziner T6, 320 PS und 57.700 Euro. Und am oberen Ende der T8 Twin Engine, der neben dem Benziner aus dem T6 noch einen Elektromotor an Bord hat, auf eine Systemleistung von 400 PS kommt und auch noch zuhause an der Steckdose aufgeladen werden kann (vielleicht mit Strom von Vattenfall?). Im Elektrobetrieb soll eine Reichweite von 40 Kilometern drin sein. Aber: Smakar det så kostar det, der T8 ist nicht unter 76.705 Euronen zu haben.

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