Schweres Comeback: In 9 Monaten verkauft Lancia weniger als 9000 Fahrzeuge
Das wirtschaftliche Umfeld in Europa spricht nicht gerade für ein erfolgreiches Comeback von Lancia. Noch ist die Marke mit nur einem Modell, dem Ypsilon unterwegs. Und bisher zeigt man nur auf wenigen Märkten außerhalb Italiens Präsenz. Spanien, Frankreich, Belgien, die Niederlande und Luxemburg. Noch immer ist Deutschland ausgeklammert.
Im kommenden Jahr wird der neue Lancia Gamma verfügbar sein, er sollte für eine spürbare Belebung sorgen. Allerdings sind die Zahlen so, dass es Grund zur Sorge und nur eingeschränkt zur Freude gibt.

Schweres Comeback: In 9 Monaten verkauft Lancia weniger als 9000 Fahrzeuge
Auf dem Heimatmarkt schwächelt der Ypsilon trotz neu dazugekommener Verbrennermodelle. 6 967 Fahrzeuge entsprechen über die ersten 9 Monate einem Minus von 5 %. Frankreich ist mit 1 035 Neuzulassungen besser aufgestellt, das Plus beträgt 81 %, allerdings von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend. In Spanien, traditionell ein guter Markt für kleinere Fahrzeuge, konnten die Italiener 501 Neuwagen ausliefern. Das Plus von nur 14 % ist enttäuschend gering, hier sollte eigentlich mehr möglich sein.

Belgien nahm in 9 Monaten 183 neue Lancia auf (ein Zuwachs um 13,6 %) und richtig gigantisch klingt das Plus von 114 % in Luxemburg. Jedoch bezieht da sich auf überschaubare 105 Neuwagen.
In den Niederlanden wurden kaum messbare 93 Fahrzeuge (ein Minus von 3 % zum Vorjahr) abgesetzt. Es ist also noch viel Arbeit der Verantwortlichen nötig, bevor man auf entsprechende Stückzahlen kommen wird, die für das Überleben notwendig sind.

Sicher sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen etwas herausfordernd und der Name Lancia muss nach langer Abwesenheit von den Märkten zum Comeback neu belebt werden.
Aber mit Benziner, Hybrid und rein elektrischer Version deckt der Ypsilon als stilvolles Auto für das urbane Umfeld das komplette Technologiesegment ab. Und Angebote für Individualisten sind heute selten. Die Zahlen der Zukunft sollten daher besser aussehen.
Mit Bildmaterial von Stellantis
