Chinesische Autos aus dem traditionsreichen Citroën Werk Rennes
Für einige dürfte es ein Kulturschock sein, wenn demnächst in Rennes Autos von Dongfeng aus den Hallen fahren. Das traditionsreiche Werk im Stellantis Verbund ist ein alter Citroën Standort und derzeit die Heimat des C5 Aircross. Die Geschichte reicht zurück bis in die 50er Jahre.
Damals entstand auf dem Ackerland von Rennes-la-Janais ein modernes Citroën Werk, das 1961 eröffnet wurde. Hier wurde die Dyane oder die DS hergestellt. Später auch der Xsara Picasso oder als letzter Oberklasse Versuch die C6.
Aktuell ist Rennes der Standort für den C5 Aircross, der von der Marke zeitweise stolz mit „Made in France“ beworben wurde.

Chinesische Autos aus dem traditionsreichen Citroën Werk Rennes
Doch die Wahrheit ist, dass die vorhandene Produktion nicht ausreichend zu sein scheint, um das Werk zu erhalten. Antonio Filosa, Direktor von Stellantis, verteidigte die Entscheidung, in Zukunft Elektroautos von Dongfeng in Rennes zu produzieren, in dieser Woche auf Franceinfo (Link).
Rennes werde dadurch kein „trojanisches Pferd“ der Chinesen, wie ihm in Frankreich vorgeworfen wurde. Stattdessen sei es eine intelligente Entscheidung, sich für ein neues Joint Venture zu öffnen. Die Alternative sei die Schließung des Standorts.
Das neue gemeinsame Unternehmen, welches neben dem C5 Aircross in Rennes Elektroautos der Marke „Voyah“ herstellen wird, befindet sich zu 51 % im Besitz von Stellantis. Dongfeng hält 49 %.
Das „Voyah“ Label definiert sich als Anbieter von elektrischen Premium SUV. Es ist bereits auf dem Markt in der Schweiz aktiv. Dort werden mit dem „Free“, „Courage“ und „Dream“ drei Modelle angeboten (Link).
Der Stellantis Konzern ist mit 12 Werken und 38 000 Mitarbeitern der größte Autohersteller in Frankreich. Aktuell bereitet er die Präsentation des elektrischen Citroën 2 CV vor, der, wie Filosa sagte, für das Vermächtnis der Marke stehen soll.
Mit Bildmaterial von Stellantis
