Citroën gibt der GS die Hydropneumatik kostenlos dazu
Werbung von Citroën war schon immer versucht, witzig zu sein. Etwas Humor und Ironie schaden nie, möchte man sich gegenüber dem Mitbewerber absetzen. Mit der GS hatten die Franzosen einen Erfolgstyp auf die Räder gestellt. Die Nachfrage überraschte und übertraf jede Erwartung. Es war vor allem die einzigartige Hydropneumatik, welche den Unterschied machte.
Fuhren andere Marken noch Jahre später mit einfachen Starachsen durch die Gegend, so brachte Citroën die Mittelklasse zum Schweben. Die Hydropneumatik aus dem größeren CX (oder der DS) war technisch etwas abgereichert worden, um den Unterschied zur höheren Fahrzeugklasse zu wahren. Damit die Nachfrage am Laufen blieb, schaltete man im Oktober 1973 eine humorvolle Werbung.

Citroën gibt der GS die Hydropneumatik kostenlos dazu
Die GS (wir verwenden wie in Frankreich die weibliche Form) kostete jetzt 8 487 DM, nachdem man 2 Jahre zuvor bei 7 600 DM gestartet war. Das war nicht mehr so günstig, aber mit üppiger Ausstattung immer noch ein attraktives Angebot. Vor allem jedoch hatte die Citroën GS mit der Hydropneumatik ein Alleinstellungsmerkmal in der Mittelklasse – und das war eigentlich unbezahlbar.
Denn Ähnliches würde man nur noch bei Mercedes oder Rolls Royce finden. Bei den absoluten Topmodellen und zu Preisen, die für GS Kunden außerhalb der Reichweite lagen.

Daher stellten die Werber heraus, dass die GS auch ohne Hydropneumatik ein attraktives Angebot wäre. Mit 4 Scheibenbremsen, einer heizbaren Heckscheibe, Tageskilometerzähler oder elektrischen Scheibenwischern. Die kosteten bei den Deutschen Aufpreis, wie auch der Wunsch nach 4 statt 2 Türen zusätzlich zu bezahlen war.
Die Tatsache, dass der Hersteller die Hydropneumatik-Federung zum selben Preis dazu gibt, ist ein schlaues Werbemanöver. Denn zum einen gab es nie eine GS mit konventioneller Federung. Und zum anderen blieb man auf diese Weise im Gespräch und hielt das Kundeninteresse wach.
